Krieg der Dienste | classNine
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27. Jun 2015

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Krieg der Dienste

Krieg der Dienste

Nein, ich werde Sie nicht behelligen mit Enthüllungen zu finsteren Machenschaften diverser Geheimdienste. Aber im Umfeld der Musikbranche tun sich neue Fronten auf. Der US-Konzern Apple kündigte Anfang Juni seinen eigenen Streaming Dienst Apple Music an. Und dies kommt einer Kriegserklärung gleich – an die Konkurrenz.

Die unfassbare Marktmacht des Konzern aus dem kalifornischen Cupertino macht es ab Juli Mitbewerbern wie Spotify, Deezer oder dem gerade sehr mühsam in der Schweiz gestarteten Tidal richtig schwer. Die Unterhaltungselektronik-Branche ist sich zumindest darin einig, dass Streaming sie am Leben erhalten wird.  Doch für die Anbieter der aus dem World Wide Web strömenden Musik-Inhalte bricht ein verschärfter Überlebenskampf an.

Für schlappe drei Milliarden US-Dollar kaufte Apple vor drei Jahren Beats Electronics. Dabei ging es den Apfel-Bauern sicher weniger um die markanten Kopfhörer der Landsleute, sondern um deren Musikdienst Beats Music. Doch man liess sich Zeit in Cupertino, um jetzt richtig loszuschlagen. Für 9,99 Dollar pro Monat – exakt der gleiche Preis wie bei Spotify und Co – darf der mit Empfehlungen von Musikexperten verwöhnte Apple-Abonnent auf etwa 30 Millionen Songs zugreifen, für 14,99 gibt es das Familienabo.

Na und? Viel und. Der bisherige schwedische Marktführer Spotify bringt es so ungefähr auf 75 Millionen Nutzer, wovon etwa – Stand Mitte Juni 2015 – 20 Millionen für bestimmte Premium-Abos auch bezahlen. Apple dagegen meldete schon im Jahr 2014 für seine Musikplattform iTunes etwa 800 Millionen Konten, mittlerweile dürften es noch ein paar mehr sein. Welch ein Potenzial für den firmeneigenen Streamingdienst!

Aber die Konkurrenz rüstet auf: Mit 526 Millionen Dollar füllte Spotify – bereits jetzt zudem in vielen Geräten wie Sonos implementiert – jüngst seine Kriegskasse, und auch Nebenkriegsschauplätze sind eröffnet. Amerikanische Wettbewerbsbehörden prüfen, ob Apple Musikfirmen drängt, Gratisangebote wie die von Spotify nicht mehr zu unterstützen beziehungsweise Apple Music zu bevorzugen. Der Krieg der Dienste hat begonnen.

 

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