IFA-Report 2015 | classNine
09. Sep 2015

IFA-Report 2015

IFA 2015: was bleibt, was kommt? Unmöglich, hier objektiv alles darzustellen. Aber so ein paar Fakten schälen sich klar aus dem dichten Neuheiten-Nebel. Zunächst: Das eine, alles beherrschende Trend-Produkt gab es nicht.

Die Höhepunkte verteilen sich auf die auf der Messe vertretenen Branchen. Dann: Alle auf der IFA auszumachenden Trends sind nicht neu, sind nicht erst dieses Jahr hier kreiert, aber sie beherrschen die Szenerie nach wie vor: Smart Home, also das zunehmend vernetzte Haus beziehungsweise sein technisches Inventar.

Smart Watches und überhaupt die tragbaren Helferlein, die so genannten Wearables. Ultra High Definition und High Dynamic Range bei Fernsehern, HiResolution Audio bei HiFi. Und in der Unterhaltungs-Elektronik wie im Hausgerätebereich: Vernetzung, Vernetzung, Vernetzung.

Persönliche Auswahl
Zuweilen kommt man sich auch auf der IFA vor wie bei einem Rattenrennen: Journalisten aus aller Welt sitzen mit Laptops, Smartphones und sonstwie elektronisch bewaffnet in den Pressekonferenzen und posten noch während der schwungvollen Reden der CEO, Presidents und sonstwie wichtigen Darbieter die vermeintlich heissesten News ins Netz. Klar, das ist wunderbar, alle Infos stehen sofort aller Welt zur Verfügung. Heute gesehen, vielleicht sogar gelesen, morgen vergessen.

So kann ich keine „neuen“ hinter vorgehaltener Hand präsentierten Gerüchte, keine nur hinter geschlossenen Türen gezeigten Projekte, keine nur mir eröffneten Trends von übermorgen präsentieren. Diese Zeiten sind im Twitter/Facebook- und Internetportal-Zeitalter vorbei. Aber ich kann unter gefühlt 10000 Neuheiten meine persönlichen Highlights dieser IFA 2015 herauspicken, sozusagen mit eigenen Augen gesehen, mit eigenen Ohren gehört oder mit eigenen Händen gehalten.

TV & Heimkino
Meine Favoriten hier stammen von Panasonic, Philips/TP Vision und Samsung, freilich ohne die Leistungen der anderen Anbieter herabzuwürdigen.

Panasonic

1

Aber mir als altem Fan der untergegangenen Plasma-Technologie leuchteten schon die Augen, als ich Panasonics Einstieg in die OLED-Technik sah. Die Organic Light Emitting Diods können ein unvergleichbar schwarzes Schwarz erzeugen, und, wenn man sie beherrscht, Bilder mit fantastischer Farbtiefe und faszinierender Dynamik.

Genau das tat der TX-65CZW954, den ich dank Panasonic Schweiz etwas eingehender in Augenschein nehmen durfte. Mit nativem 4k-Inhalten (also bereits in UHD produziertem Content) zeigte der übrigens auch THX-zertifizierte, leicht gewölbte 65-Zoll-Bildschirm Bilder, wie sie auch die besten Plasmas nicht schafften. Natürlich unterstützt der TX-65CZW954 auch High Dynamic Range (HDR), ist also zukunftssicher, der Quattro-Tuner im Twin-Konzept und zwei CI-Slots ist auch gegenüber TV-IP aufgeschlossen. Mit Alu-Standfuss und Alcantara-bespannter Rückseite lässt sich der Fernseher auch ausgeschaltet gut anschauen. Wohl im November und zu dem offiziell noch nicht feststehenden, vermutlichen Preis von etwa 12000 Franken wird er beim Fachhandel stehen.

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